Dipl. Ing. Klaus Kaiser
Freier Landschaftsarchitekt
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LEXIKON
Garten- und Landschaftsbau
Mit Folie abgedichtete Gartenteiche und andere Gewässer verlangen nach einer sorgfältigen Randausbildung. Innerhalb der Folie kann Substrat zur Uferausbildung eingebracht sein oder aber das Wasser bildet direkt den Gewässerrand. Erster Fall ermöglicht die Ausformung natürlich wirkender Randbereiche, die mit Sumpf- und Uferstauden bepflanzt werden. Der zweite Fall verlangt nach einer technischen Lösung. Entweder wird der Folienrand mit Steinen abgedeckt - was sehr künstlich wirkt - oder er werden z.B. Kokosmatten über die Folie als Schutz gelegt (was noch unnatürlicher aussieht).
Die Folie sollte stets senkrecht stehen, am besten 20 bis 30 cm hoch. Sie wird innen durch das eingebrachte Substrat und außen durch den anstehenden Boden gehalten. Wichtig ist, dass die Folie stets das innere Substrat und den außen liegenden Boden trennt. Sonst wird das Wasser durch die kapillare Saugwirkung des Bodens nach außen gezogen. Die Folie sollte etwa 2 cm aus dem Boden heraus schauen. Sie wird durch die Pflanzen verdeckt.
Weiterhin empfiehlt es sich, den Folienrand stets höher als der Wasserspiegel zu halten, evtl. mit Ausnahme eines kleinen Bereichs, der als natürlicher Überlauf fungieren soll. Dies ist jedoch nicht unbedingt nötig.
